WARUM LÄCHELN KINDER AUF FOTOS MANCHMAL NICHT?
Ein schönes Kinderfoto muss nicht immer ein breites Lächeln zeigen.
Gerade bei Kindergarten- und Schulfotografie erleben wir immer wieder, dass Kinder beim Fotografieren ganz unterschiedliche Gesichtsausdrücke zeigen. Manche lachen sofort, andere schauen zunächst ernst, neugierig oder etwas zurückhaltend in die Kamera.
Und das ist vollkommen in Ordnung.
Denn ein authentisches Kinderfoto muss nicht perfekt inszeniert sein. Es soll vor allem eines zeigen: das Kind so, wie es wirklich ist.
Nicht jedes Kind lächelt sofort.
Wenn ein Kind vor der Kamera zunächst ernst schaut, bedeutet das nicht automatisch, dass es sich unwohl fühlt oder keinen Spaß hat.
Manche Kinder sind einfach konzentriert. Andere beobachten erst einmal genau, was passiert. Gerade bei einem Kindergartenfotografen oder Schulfotografen, den sie noch nicht kennen, kann es ein wenig dauern, bis die anfängliche Zurückhaltung verschwindet.
Während ein Kind vielleicht schon nach wenigen Sekunden fröhlich in die Kamera lächelt, braucht ein anderes etwas mehr Zeit.
Beides ist völlig normal.
Ein Lächeln kann man nicht erzwingen.
„Lächel doch mal!“ – diesen Satz kennen vermutlich die meisten von uns.
Bei Kindern funktioniert er allerdings nicht immer. Wird ein Kind zu sehr dazu aufgefordert zu lächeln, wirkt der Gesichtsausdruck schnell verkrampft oder unnatürlich.
Deshalb versuchen wir nicht, ein bestimmtes Lächeln zu erzwingen.
Stattdessen schaffen wir eine lockere Atmosphäre und geben dem Kind die Möglichkeit, sich vor der Kamera wohlzufühlen. Mit kleinen Gesprächen, Humor und einer spielerischen Herangehensweise entstehen oft ganz von selbst natürliche und schöne Momente.
Die schönsten Bilder entstehen nicht immer beim Lachen.
Ein Kindergesicht erzählt viel mehr als nur „fröhlich“ oder „nicht fröhlich“.
Ein neugieriger Blick, ein verschmitztes Lächeln, ein konzentrierter Gesichtsausdruck oder ein kurzes Schmunzeln können ein Foto genauso besonders machen wie ein herzliches Lachen.
Gerade diese unterschiedlichen Gesichtsausdrücke machen Kinderporträts authentisch.
Denn Kinder sind nicht den ganzen Tag am Lachen – und genau deshalb müssen es ihre Fotos auch nicht sein.
Besonders bei Kindergarten- und Schulfotografie ist Vertrauen wichtig.
Bei der Kindergarten- und Schulfotografie findet das Fotoshooting normalerweise ohne die Eltern statt. Für manche Kinder ist es daher eine neue Situation: Eine fremde Person steht mit einer Kamera vor ihnen und möchte ein Porträt aufnehmen.
Umso wichtiger ist es, den Kindern mit Ruhe und Geduld zu begegnen.
Wir geben ihnen die Zeit, die sie brauchen, und versuchen nicht, sie in eine bestimmte Rolle zu drängen. Ein Kind darf zunächst beobachten, darf ernst schauen und darf auch einmal etwas schüchtern sein.
Oft verändert sich der Gesichtsausdruck ganz von selbst, sobald die erste Unsicherheit verschwunden ist.
Jedes Kind hat seinen eigenen Ausdruck.
Kinder sind unterschiedlich – und genau das macht Kindergarten- und Schulfotografie so spannend.
Das eine Kind strahlt sofort über das ganze Gesicht. Das nächste schaut selbstbewusst und ernst. Ein anderes kann sich kaum das Lachen verkneifen.
Keiner dieser Gesichtsausdrücke ist „falsch“.
Unser Ziel ist nicht, jedes Kind gleich aussehen zu lassen. Wir möchten die Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes sichtbar machen.
Ein natürliches Foto ist eine echte Erinnerung.
Wenn wir Jahre später auf Kinderfotos zurückblicken, erinnern wir uns nicht nur an ein perfektes Lächeln.
Wir erinnern uns daran, wie ein Kind damals wirklich ausgesehen hat: an den neugierigen Blick, das freche Grinsen, die typische Mimik oder den ganz eigenen Gesichtsausdruck.
Genau diese kleinen Eigenheiten machen Erinnerungen wertvoll.
Deshalb darf ein Kinderfoto auch einmal ernst sein.
Denn ein gutes Kinderfoto muss nicht zeigen, wie ein Kind aussehen soll. Es darf zeigen, wie es wirklich ist.




